Never Knowing - Endlose Angst

Mittwoch, März 28, 2012

Chevy Stevens 


Ich habe mir gedacht, ich schreibe heute mal über ein Buch, das ich euch gerne empfehlen möchte... Ich lese immer gerne im Zug oder im Bus auf dem Weg zur Arbeit und dieses Buch ist das erste, das mich so gefesselt hat, das ich sogar noch in der Straßenbahn weiterlesen musste - und das auch immer, bis die Fahrzeuge gehalten haben... eigentlich stehe ich immer schon bei der ersten Durchsage an den Türen *g*. Bei diesem Buch blieb ich solange sitzen, bis es nicht mehr ging...


Von Chevy Stevens habe ich auch "Still Missing" gelesen, welches ich allerdings nicht wirklich spannend fand... eher interessant... so lang zu lesen... und ich muss ehrlich sagen, das ich nicht weiss, warum ich zum zweiten Band gegriffen habe... Normal greif ich zu einem Buch, ... wenn mir das dann nicht gefällt, kauf ich auch das zweite nicht...

Bei "Never Knowing" habe ich der Autorin unbewusst noch eine zweite Chance gegeben...
eine gute Entscheidung...


"Die adoptierte Sara hat sich immer gefragt, wer wohl ihre richtigen Eltern sind. Als ihre eigene Hochzeit bevorsteht, macht sie sich auf die Suche. Doch ihre leibliche Mutter verweigert schockiert den Kontakt. Verstört forscht Sara weiter und findet etwas Unfassbares heraus: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienmörder. Sara versucht, mit ihren Ängsten fertig zu werden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird ihr klar, das es Schlimmeres gibt, als zu erfahren, dass dein Vater ein Killer ist - nämlich, dass er von dir erfährt..."

Wieder fängt die Geschichte damit an, das Sara mit ihrer Psychologin Nadine über all das Geschehene spricht, was für mich eine interessante Sichtweise ist...

Der leibliche Vater ist schon seit Jahren auf der Flucht - er konnte damals nie geschnappt werden... und als er von Sara erfährt haben die beiden nur telefonisch Kontakt, während die Polizei ihr Handy abhört und versucht, den leiblichen Vater zu orten... Anfangs versucht sie noch, nicht zuviel von sich Preis zu geben und vor allem, ihre Tochter daraus zu halten. Aber sie wurde von der Polizei unheimlich unter Druck gesetzt - sie war der Lockvogel für die Polizei, denn solch ein Fang gäbe gute Schlagzeilen. Aber schnell erfährt der leibliche Vater auch von seiner Enkelin - die nach kurzer Zeit liebevoll verpackte Pakete bekommt... Es handelt sich dabei um selbstgemachte Puppen, die sehr den Opfern des Mörders ähneln... Sara verbringt somit also viel Zeit vor dem Computer, sucht nach Fotos der Opfer, sucht nach sich selbst... und ist kurz davor, verrückt zu werden.

Als Leser findet man manchmal Unstimmigkeiten... Warum muss ausgerechnet Sara sich mit ihrem "Vater" treffen, und nicht ihre Mutter, die einzige Frau, die damals dem Mörder entkommen konnte? Warum ist es ihrem Ehemann nicht möglich, zuhause zu bleiben, sondern fährt Woche für Woche zum Camp um dort seinen Job zu machen - hat er vielleicht ein Geheimnis? Wer ist in dieser Geschichte eigentlich der Böse? Und ja, ich wurde überrascht...

Meine Gefühlswelt war irritiert... Manchmal dachte ich: "Mensch Mädel, reiss dich mal zusammen, steigere dich nicht so rein." Ja, sie ging mir manchmal echt auf den Keks... Dann hab ich mir wieder überlegt, ob es ihr Vater vielleicht ernst meint... ein neues Leben anfangen möchte,... und da hatte ich Mitleid mit ihm, vielleicht war er einfach nur krank und Sara war gar nicht in Gefahr, sondern war eher der Strohhalm an den er sich noch klammern konnte?... Ich hatte auch immer ganz oft Angst um die Tochter, die trotzdem jeden Morgen zur Schule gebracht wurde, damit so wenig Leute wie möglich davon Wind bekommen... Und jedes mal habe ich gehofft, das sie noch in der Schule ist, wenn sie einer der Beamten dort abholte...

So, bevor ich euch zuviel verrate... oder vielleicht habt ihr das Buch selbst schon gelesen? Ich kann es euch nur ans Herz legen... sehr spannend und vor allem keine langwierigen Stellen...


spannende Grüße

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