Von Flora, Fauna & Onkel Stoot

Freitag, April 15, 2016





Es war mal wieder an der Zeit, ein bisschen Geschichte über die eigene Stadt zu erfahren. Vor einiger Zeit hatte ich euch im Beitrag Fotografisch durch die Jahreszeiten, bereits einen kleinen Ausschnitt unseres Rosengartens gezeigt. Da es, vor einigen Wochen schon, einen richtig schönen Nachmittag gab, haben wir uns auf den Weg in den Greifpark gemacht. Wir wohnen hier recht zentral, sodass auch der Weg zum kleinen Wald nicht allzu weit ist. Und da man in unserem Alter nicht mehr "abhängt", sondern "spazieren geht" :o), haben wir uns auf den Weg gemacht, denn ich hatte richtig Lust, den Frühling einzufangen und dabei wieder etwas neues über Salzgitter zu lernen.

Der Greifpark ist perfekt für kleine Spaziergänge, aber auch Sportler kommen hier auf ihre Kosten. Die Wege sind bestens zum Laufen, Walken oder Inlinern ausgerichtet. Ich finde den Greifpark zu jeder Jahreszeit wunderschön. Ob die Kids sich durch das viele Laub den Berg herunter rollen, oder im Winter einen kleinen Hang zum Schlitten fahren nutzen oder aber auch im Sommer sich einfach unter einen der vielen riesigen Bäume setzen.

Es ist gar nicht so lange her, da hat der Bürgerverein Bad Salzgitter und die Tourist-Information der Stadt Salzgitter einen kleinen Märchenpfad eröffnet.

Dieser bezieht sich auf die alten Märchenfiguren von Onkel Stoot, die während des 3. Reichs als entartete Kunst zerstört wurden. Um daran zu erinnern und die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurden die Informationstafeln entlang der Wege des heutigen Greifparks aufgestellt. Anschaulich und informativ mit Texten und Bildern von Rolf Czauderna zeigen sie die ehemaligen Standorte der Märchenfiguren und Aufbauten sowie historische Fotos der jeweiligen Skulpturen. [Quelle: Stadt Salzgitter]
Es war für uns etwas schwer nachvollziehbar - so konnten wir uns trotz der Infotafeln nicht vorstellen, das im Greifpark einmal Skulpturen, Mauern oder ähnliches gestanden haben soll. So standen wir vor diesen Tafeln, haben uns ausgetauscht und in jede Himmelsrichtung gedreht, um evtl. noch irgendeinen Indiz dafür zu finden, das hier einmal Leben stattgefunden hat. Schwer vorstellbar in unserem Alter.


Dort, wo jetzt der Greifpark ist, befand sich einst die Kalischachtanlage "Fürst Bismarck". Pioniere der kaiserlichen Armee aus Magdeburg verfüllten den Schacht 1904, nachdem das Bergwerk lange stillgelegt war und sprengten es schließlich. Reinhard Martin Stoot, genannt "Onkel Stoot" nahm sich die Ruinen an und wurde unter dessen Anleitung von jungen Männern und Kindern in eine Grünanlage umgestaltet.


Ich finde die Idee hinter diesen Infoschildern eigentlich ganz gut - hätte ich mir doch eine andere Umsetzung gewünscht - ich hätte nichts gegen neue Skulpturen oder ähnlich nachgebautes. Aber wer weiß, was sich die Stadt noch so einfallen lässt - zumindest ist der Greifpark ein schöner Ort für tolle Fotomotive in dem sich auch Kätzchen und Fische sich Abends gute Nacht sagen ;)



 photo Zimtschnute_zpsafodvh8j.png


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1 Kommentare

  1. Hallo Sabine, ich liebe ja solche Orte sehr. Danke fürs virtuelle mitnehmen :)
    Liebe Grüße Ela

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